Unser Mikrobiom-Test
Als spezialisiertes Analyselabor beschäftigen wir uns seit vielen Jahren mit der Untersuchung des oralen Mikrobioms. Unsere datenbasierten Analysen können Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker dabei unterstützen, individuelle Belastungs- und Regulationsmuster differenzierter einzuordnen und therapeutische Ansätze gezielt zu begleiten.
Unser Anliegen ist es, durch präzise mikrobiologische Analytik eine ganzheitliche und patientenorientierte Betrachtung zu ergänzen und damit wertvolle zusätzliche Informationen für die individuelle Therapieplanung bereitzustellen. Das orale Mikrobiom ist das zweitgrößte Mikrobiom und weit mehr als ein lokaler zahnmedizinischer Befund. Es ist ein dynamisches Regulationssystem an der Schnittstelle von Schleimhautbarriere, Immunantwort, systemischer Entzündungsneigung und Darmmikrobiom. Solange gesundheitsassoziierte Bakterien das mikrobielle Grundgerüst stabilisieren, spricht vieles für ein belastbares orales Milieu. Verschiebt sich dieses Gleichgewicht, wird aus Balance eine Dysbiose.
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Dysbiosen fördern entzündliche Prozesse
Hierbei gewinnt insbesondere die Verbindung zwischen oralem Mikrobiom, Immunsystem und systemischer Entzündungsaktivität an Bedeutung. Denn viele Bakterien, die im Rahmen einer Dysbiose zunehmen, fördern entzündliche Prozesse und können das Immunsystem dauerhaft stimulieren. Dabei entstehen bakterielle Stoffwechselprodukte und Entzündungsmediatoren, die über die Schleimhaut und den Blutkreislauf auch systemische Prozesse beeinflussen können.
Häufigkeit oraler Dysbiosen
Eine orale Dysbiose kann durch viele Faktoren begünstigt werden: Ernährung, Rauchen, Alkohol, Stress, Schlafmangel, Mundtrockenheit, Medikamente, Antibiotika, Diabetes, hormonelle Veränderungen sowie eine unzureichende Mundhygiene. Auch chronische Entzündungen, ein geschwächtes Immunsystem und der häufige Einsatz antiseptischer Mundspülungen können das natürliche Gleichgewicht der Mundflora stören.
Dabei sind orale Dysbiosen in der Bevölkerung weit verbreitet: Alleine in Deutschland ist ca. jeder zweite ab 35 von Parodontitis betroffen. Gingivitis hat eine Prävalenz von bis zu 67%. Mundgeruch betrifft etwa 30 % der Bevölkerung, Mundtrockenheit rund 20–25 %. Dazu kommen noch weitere Veränderungen, z.B. durch die Einnahme von Medikamenten oder Krankheiten, wie z.B. Diabetes.
Je mehr Belastungsfaktoren zusammenkommen, desto wahrscheinlicher ist eine Dysbalance des oralen Mikrobioms.
Wer wiederkehrende Gingivitis, therapieresistente Parodontitis, Halitosis, rezidivierende Entzündungsneigung, Verdauungsbeschwerden, Stoffwechselbelastung, autoimmune Muster oder diffuse Erschöpfungszustände sieht, braucht Marker, die lokale und systemische Zusammenhänge sichtbar machen. Genau hier entfaltet die Analytik des oralen Mikrobioms ihren Mehrwert: Sie liest nicht nur „welche Keime da sind“, sondern ob die Schutzflora trägt, ob ein früher Kipppunkt erreicht ist oder ob bereits eine ausgeprägte Dysbiose mit systemischer Relevanz vorliegt.
Der besondere diagnostische Wert liegt dabei nicht im Einzelbakterium, sondern im Muster. Eine orale Dysbiose wird als komplexer multifaktorieller Shift gelesen: Unter Berücksichtigung von gesundheitsassoziierten Kommensalen, hin zu anaeroben, entzündungsnahen und teils gewebedestruktiven Gemeinschaften.
Für Heilpraktiker heißt das: Eine Analyse kann frühzeitig zeigen, ob die Mundflora noch im Gleichgewicht ist, ob Übergangsmarker ansteigen oder ob bereits eine Konstellation entstanden ist, die mit Darm-, Leber-, Pankreas-, Gefäß-, Autoimmun- oder neuroinflammatorischen Achsen verknüpft wird.
Für die praktische Arbeit eröffnet dies vier unmittelbare Vorteile.
- Die Analyse schafft eine differenziertere Ausgangsbasis, weil sie strukturiert zwischen Balance, Frühdysbiose und ausgereifter Dysbiose unterscheidet.
- Sie unterstützt, weil sich aus Markerprofilen Prioritäten ableiten lassen – etwa Fokus auf Mundschleimhaut und Parodont, auf die Mund-Darm-(Leber)-Achse, auf kardiometabolische Belastung oder auf entzündliche Immunmuster.
- Sie eignet sich für Verlaufsbeobachtungen, wenn nach Ernährungsumstellung, Mundhygiene-Optimierung, antiinflammatorischer Therapie, Darmsanierung oder Mikronährstoffkorrektur erneut getestet wird.
- Sie macht Patientenkommunikation leichter, weil Balance und Dysbiose anschaulich erklärt werden können – und weil analytische Daten oft motivierender sind, als abstrakte Präventionsratschläge.
Warum ist eine Dysbiose gefährlich für die Gesundheit?
Im Mund leben hunderte verschiedene Bakterienarten in einer von positiven Bakterien dominierten Gemeinschaft. Gerät dieses Gleichgewicht außer Balance, spricht man von Dysbiose oder Dysbalance, mit häufiger Folge von Entzündungen. Gerade entzündliche Erkrankungen, wie z.B Parodontitis verlaufen meist Schmerz- und weitestgehend beschwerdefrei. Und bleiben somit schnell unentdeckt.
Doch hier greift die besondere Relevanz des oralen Mikrobioms: Im Rahmen einer Dysbalance können sich die gesundheitlichen Beschwerden auf den gesamten Körper ausweiten und systemische Folgeerkrankungen oder zusätzliche Belastungen von Organen begünstigen oder verursachen:
Hierbei gibt es zentrale Wege, auf denen das orale Mikrobiom systemisch relevant werden kann:
- Direkter mikrobieller Transfer, z.B über die Blutbahn oder über Speichel.
- Eine orale Entzündung kann Immunzellen aktivieren, die anschließend in andere Schleimhautbereiche wandern. So kann eine entzündete Mundhöhle das mukosale Immunsystem systemisch mitprägen.
- Veränderung mikrobieller Metaboliten mit Bezug zur immunologischen Regulation.
Besonders gut abgesichert ist die orale Systemachse für entzündliche Darmerkrankungen, Plazenta und fetale Gewebe, Pankreas, Leber, Gefäße und Herz, rheumatoide Arthritis sowie zerebrale Abszesse.
Gleichzeitig ist die Richtung bidirektional: Systemische Erkrankungen können die orale Ökologie verändern, besonders klar beschrieben für Diabetes, rheumatoide Arthritis und weitere inflammatorische Milieus.
Unter anderem folgende Beschwerden können durch eine Dysbiose ausgelöst werden, bzw. als Indikator dafür dienen:
Was Sie durch unseren Test erfahren
Mit unserem Test erhält Ihr Patient eine präzise und individuelle Untersuchung aller relevanten Bakterienarten seines Mundraums, übersichtlich dargestellt und detailliert interpretiert. Analysiert über modernste Next Generation Sequencing Technologie. Auf Wunsch auch unter Einbezug persönlicher Fragestellungen zu Gesundheitsthemen. Durch unsere Auswertung stellen wir Verbindung ausschließlich zu wissenschaftlich fundierten Ergebnissen her.
Sie bekommen ein individuelles Gesundheitsprofil, das klar und verständlich zeigt:
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